Inhaltsverzeichnis

Wabu

Die Wartburg Grundschule ist nicht wie andere Schulen. Die Konzepte zum selbstsändigen Organisieren und Lernen, zu altersgemischte Lerngruppen und Lernlandkarten sind für viele Eltern neu, genauso wie besondere Aktionen wie Wartburg-Musiziert oder der Plätzchenprobiermarkt.

Die beste Quelle für Konzepte und Eindrücke der Schule ist natürlich die Homepage der Schule selbst. Im Artikel Wabu Homepage werden einige praktische Funktionen der Homepage, wie die Nutzung des Kalenders oder das Krankmelden von Kindern erklärt.

Konzepte

Das Konzept der Wartburgschule könnt ihr am besten auf der entsprechenden Seite der Homepage nachlesen: https://wartburg-grundschule.de/konzept. Die Grundpfeiler des Schulkonzepts - Vielfalt, Partizipation, Gebundener Ganztag und das pädagogische Leistungsverständnis - sind dort gleich zwei mal erklärt: Zum einen kurz und übersichtlich, bildhaft und leicht verständlich. Wenn ihr dort unten auf „zum Weiterlesen“ klickt, könnt ihr im Detail nachlesen warum diese Punkte zum Kernkonzept der Schule gehören, und wie sie im Schulalltag umgesetzt werden.

Altersgemischte Lerngruppen

In der Wartburgschule wird bewusst das Wort Klasse vermieden; stattdessen gibt es altersgemischte Lerngruppen. In den vier Häusern gibt es jeweils vier Lerngruppen; zwei Lerngruppen in denen Kinder die Lernziele der Klassen 1 und 2 verfolgen, und zwei in denen Lernziele der Klassen 3 und verfolgt werden.

Das heißt, dass sich die Lerngruppen in der Regel aus jeweils zwei Jahrgängen zusammensetzt. Der Ablauf zum neuen Schuljahr ist in etwa so:

Das bedeutet, dass in jedem Jahr die Lerngruppen zur Hälfte aus neuen Kindern und zur Hälfte aus Kindern aus dem letzten Schuljahr besteht. Regeln und Abläufe in der Lerngruppe können so von den neuen Kindern direkt durch Mitschüler:innen erlernt werden. Durch die individuellen Lernpläne kann jedes Kind leistungsgerecht an eigenen Lernzielen arbeiten; auch Teamarbeit von altersgemischten Gruppen die an gleichen Lernzielen arbeiten ist möglich.

Jedes Kind soll die Zeit bekommen die es braucht und in seinem Tempo lernen dürfen; durch die altersgemischten Gruppen ist es einfacher auch für ein drittes Jahr in einer Lerngruppe zu verweilen, da die Kinder nicht in eine komplett andere klasse zurückversetzt werden sondern mit der Hälfte der bereits bekannten Kinder zusammenbleibt. Genauso kann es Kindern mit hohem Lerntempo und Leistungsstand leichter ermöglicht werden, schon nach einem Jahr von den Lerngruppen der 1/2 in die Gruppen der 3/4 zu wechseln, wo mit der Hälfte der Kinder schon ein Schuljahr zusammen verbracht wurde.

Gebundener Ganztag

Unterricht findet an der Wartburgschule Dienstags bis Donnerstags auch Nachmittags bis 15:40 statt. An diesen Tagen essen alle Kinder zusammen in der Schule zu Mittag.

Montags und Freitags endet der Unterricht Mittags um 12:40. Für diese Tage können Eltern entscheiden, ob die Kinder nach Hause gehen, oder zum Mittagessen bis 14:00 in der Schule bleiben, oder an der Übermittagsbetreuung bis 15:40 teilnehmen sollen. Das Angebot kann individuell für Montag und Freitag unterschiedlich wahrgenommen werden und wird über entsprechende Formulare im Sekretariat gebucht. Übermittagsbetreuung wird immer für mindestens einen Monat gebucht, und wird automatisch weiter verlängert, wenn nicht anders kommuniziert.

Die Vorteile und Gründe für einen gebundenen Ganztag sind im Detail auch auf der Homepage der Schule aufgeführt.

Ferienbetreuung

In Münster gibt es zur Zeit nur drei Schulen, die einen gebundenen Ganztag anbieten. Ein anderes Modell bieten die Offenen Ganztags-Schulen (OGS), bei denen die Plätze für Nachmittagsbetreuung allerdings begrenzt sind und nicht allen Eltern angeboten werden können. Vollberufstätige oder alleinerziehende Eltern bekommen dort keinen garantierten Betreuungsplatz für ihr Kind. Die Eltern mit einem Betreuungsplatz schließen dafür allerdings einen Betreuungsvertrag direkt mit der Stadt. Das hat leider in der Vergangenheit unter anderem dafür gesorgt, dass die Stadt verstärkt Betreuungsangebote für OGS Schulen geschaffen, und die Anmeldungen für OGS priorisiert hat. Das sollte sich mitlerweile geändert haben.

Leider sind Ferienbetreuungsangebote im Raum Gievenbeck trotzdem rar und schnell ausgebucht, da schlicht zu wenig Personal verfügbar. Noch schwieriger gestaltet sich inklusive Betreuung. Dieses Thema ist bis heute stark diskutiert und die Entwicklung schlecht vorhersehbar. Eltern kritisieren, dass die Anmeldung auf der Plattform der Stadt oft intransparent und unübersichtlich sei.

Ein Angebot in den Räumlichkeiten der Wartburgschule selbst zu schaffen ist prinzipiell möglich. Allerdings muss es einen Träger/Anbieter geben der dies übernehmen würde. In der Wartburgschule werden außerdem nur Angebote stattfinden die inklusiv umgesetzt werden können. Kinder mit Lernbegleitung dürfen nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

Was Eltern tun können ist vor allem, der Stadt (bzw. dem Familienbüro des Jugendamtes) zurückmelden wenn es ungerechte Behandlung zwischen offenen Ganztagsschulen (OGS) und Gebundenen Ganztags-Schulen gibt. Die Stadt geht zur Zeit davon aus, dass sich die Situation ab 2026 für Eltern der Wartburgschule verbesser wird, da Regelungen mit anderen Schulen entfallen werden.

Die Angebote der Stadt bezüglich einer Ferienbetreuung könnt ihr auf user-ferienprogramm.de oder auch auf der Seite des Kinderbüros der Stadt einsehen.

Musikalische Erziehung

Musik ist ein fester Bestandteil der Wartburgschule. In den Lerngruppen der Jahrgänge 1/2 haben die Kinder regelmäßig Musikalische Früherziehung bei Wolfgang Köster. Ab den Jahrgängen der 3/4 startet dann der Instrumentalunterricht.

Jedes Haus hat eine Spezialisierung zum Instrumentalunterricht:

Zudem gibt es rund um das Jahr für die Kinder die Chance in verschiedenen Chören mitzusingen; ob zu Jahresbeginn- und Abschluss-festen, zur Adventszeit oder in Hauskonzerten.

Instrumentalunterricht

Der Instrumentalunterricht findet in Zusammenarbeit mit der Westfälischen Schule für Musik statt, mit der einzigen Ausnahme des Instrumentalunterrichts im Haus Europa, der von Wolfgang Köster geleitet wird.

Ziele des Unterrichts sind auch, das Erlernen der Grundlagen des Instrumentes. Im Vordergrund steht allerdings das gemeinsame Musizieren im Orchester; Aufeinander hören und miteinander Musik zu machen.

Vor den Sommerferien, bevor die Kinder aus der Jahrgangsstufe 2 in die Lerngruppen der 3/4 wechseln, findet das Instrumentenkarussel statt; Die Instrumente aus den jeweiligen Häusern werden den neuen Kindern von den Musiklehrer:innen und den erfahrenen Kindern vorgestellt und dürfen ausprobiert werden. Im Anschluss darf jedes Kind seine Wünsche abgeben, in welcher Reihenfolge die Instrumente favorisiert werden. Es kann natürlich nicht funktionieren, dass jedes Kind seinen Erstwunsch erfüllt bekommt, aber in der Regel starten die Kinder nach den Sommerferien glücklich und zufrieden mit einem Instrument ihrer Wahl.

Der Musikunterricht findet wie der reguläre Unterricht altersgemischt statt, mit erfahrenen und neuen Kindern. Je nach Haus werden Instrumental- und Orchesterunterricht getrennt, sodass in Kleingruppen die einzelnen Instrumente zusammen proben, und zu einem weiteren Termin das gesamte Ensemble des Hauses, bzw. der Lerngruppe.

Hauskonzerte / Wartburg Musiziert

Es gibt im Schuljahr einige Gelegenheiten, die Ensembles der Kinder zu erleben. Dazu gehören zum Beispiel Tischgruppennachmittage oder Adventskonzerte. Alle zwei Jahre finden außerdem die Hauskonzerte (früher Wartburg Musiziert) statt; die Häuser laden dann zu einem festlichen Konzertabend ein an dem es Beiträge aus allen Lerngruppen des Hauses zu sehen und zu hören gibt. Eltern, Geschwister und Angehörige sind herzlich als Publikum eingeladen, sind aber auch eingeladen zusammen mit ihren Kindern musikalische oder künstlerische Beiträge beizusteuern.

Die Hauskonzerte fanden nach der Corona Pandemie in dieser Form zum ersten mal 2023 statt. Vorher war das Format Wartburg Musiziert ein Event zu der die gesamte Schule in das Stadttheater in Münster eingeladen wurde. Es ist noch unklar ob dieses Format irgendwann zurückkehren wird, da es zum einen logistisch einen deutlich größeren Aufwand darstellt, zum anderen den Kindern weniger Möglichkeiten gibt ihren Abend selbst genießen und andere Beiträge sehen zu können.

Durch den zweijährigen Turnus hat jedes Kind die Chance auch mit dem Instrumentalorchester mindestens ein mal an einem Hauskonzert teilzunehmen.

Weitere Musikangebote der Schule

Zu mehreren Gelegenheiten singt der Schulchor, der sich aus Kindern aller Lerngruppen zusammensetzt. Da die größe des Chors natürlich begrenzt sein muss, werden Kinder aus Lerngruppen ausgelost und der Chor bildet sich mehrmals im Schuljahr neu, sodass möglichst alle Kinder in ihrer Grundschulzeit die Chance hatten auch im Schulchor mitzusingen. Zur Zeit wird der Schulchor durch Christiane Gränitz und Marion Wood geleitet.

Offener Anfang

Die Wartburgschule startet morgens um 8 Uhr. In der Zeit von 7:45 bis 8:15 gibt es den Offenen Anfang, zu dem Eltern eingeladen sind das Kind in die Lerngruppen zu begleiten. Dabei können die Kinder ihren Eltern (oder auch Großeltern und anderen Erziehungsberechtigten) zeigen woran sie gerade Arbeiten und welche Ziele sie auf der Lernlandkarte verfolgen.

In dieser Zeit sollen die Kinder sich startklar machen und am besten schon mal eine Startaufgabe aussuchen um später leichter in eine ruhige Lernzeit zu finden. Ist das passiert, können sich die Eltern mit ihren Kindern auch noch mit einem Buch in die Leseecke setzen, oder vielleicht möchte das Kind vor Schulbeginn noch etwas im Nebenraum spielen.

Je nach Lerngruppe und Alter gelten unter Umständen leicht unterschiedliche Regeln für den Offenen Anfang; sprecht mit den Teams wenn ihr euch nicht sicher seid. In vielen Lerngruppen der 3. und 4. Klassen sollen zum Beispiel ab 8 Uhr die Kinder startklar an ihren Plätzen sitzen und wenn möglich schon mal leise mit dem Bearbeiten einer Startaufgabe beginnen.

Eltern sollten darauf achten, nicht schon im Offenen Anfang selbst mit den Kindern viel zu lernen. Die Kinder sollen diese Zeit vor allem nutzen um einen leichten Einstieg zu finden. Gerade in den jüngeren Lerngruppen beobachten die Teams sonst häufig, dass Kinder in den eigentlichen Lernzeiten bereits erschöpft sind und sich nicht mehr konzentrieren können.

In den Lerngruppen sollte es möglichst ruhig zugehen. Auch die Eltern sollen darauf achten sich leise zu verhalten.

Zwar geht der Offene Anfang bis 8:15, aber Schulbeginn ist um 8:00 Uhr. Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder pünklich in der Lerngruppe sind. Später ankommende Kinder haben ansonsten nicht ausreichend Zeit sich ruhig startklar zu machen und stören außerdem die anderen Kinder.

Lernlandkarten (LLKs)

Jedes Kind gestaltet im Laufe der Schulzeit eigene Lernlandkarten, oder LLKs. Die LLKs beinhalten Lernziele die aus den offiziellen Lehrplänen des Landes NRW abgeleitet wurden. Dabei starten die Kinder bei der Auswahl mit Zielen die sie interessieren oder von denen sie meinen schon einiges zu beherrschen. Natürlich wird bei der Auswahl auch auf eine sinnvolle Reihenfolge geachtet; Vor dem Lernziel „schriftliches Multiplizieren“ sollte das Ziel „halbschriftliches Multiplizieren“ abgeschlossen sein.

Erreichte Ziele werden auf den Karten entsprechend markiert, gestempelt oder bunt ausgemalt. Es können jeder Zeit neue Ziele aus dem Lehrplan in die Karte aufgenommen werden. So ergeben sich für alle Kinder individuelle LLKs. Aktuelle Ziele werden in Lerngesprächen mit den Teams besprochen und zum Kind passende Aufgaben zur Erarbeitung der Ziele ausgesucht und in die Lernpläne geschrieben. Jedes Lernziel wird durch ein Lerngespräch mit einem Teammitglied geprüft und abgeschlossen.

Für Eltern sind die LLKs neben den Lernentwicklungsberichten und Elterngesprächen eine wichtige Rückmeldung über die Lernentwicklung der Kinder.

Lernzeiten

In den Lernzeiten arbeiten die Kinder in der Regel eigenständig oder in Partnerarbeit an eigenen, individuellen Lernzielen. Lernzeiten können thematisch eingeschränkt (z.B. Richtig-Schreibe-Zeit oder Mathe-Zeit) oder ganz frei (LLK-Zeit) sein.

In den Lernmappen der Kinder stehen die jeweils aktuellen Lernziele die erarbeitet werden sollen. Diese werden in persönlichen Lerngesprächen zwischen Teammitgliedern und den Kindern vorher besprochen. Zusammen mit den Kindern werden auch die Aufgaben ausgewählt, mit denen die Lernziele erreicht werden sollen. So können Kinder mit unterschiedlichen Vorlieben, Interessen und Stärken die selben Lernziele auf individuelle Art erreichen. Zum Beispiel kann das Mathelernziel „Plusaufgaben im 20er Raum“ durch das Lösen von Aufgaben im Mathebuch, über Aufgaben am Tablet oder mit verschiedenen Montessori Materialien, je nach dem was Team und Kind für das Beste halten.

Lernzeiten können zeitlich flexibel im Tagesplan untergebracht sein, sind aber oft Vormittags wenn die Konzentration der Kinder am größten ist, und nicht länger als eine Stunde. Die Kinder haben, je nach Vereinbarung mit den Teams, die Möglichkeit innerhalb der Lernzeit Pausen von vorher festgelegter Dauer zu machen.

Lernentwicklungsberichte und Kinderbriefe

An der Wartburgschule gibt es keine Notenzeugnisse, wenn es sich vermeiden lässt. Die einzige Ausnahme ist das Halbjahreszeugnis der Viertklässler:innen, welches zur Anmeldung an einer weiterführenden Schule benötigt wird.

Stattdessen gibt es zum Jahresabschluss oder auch Halbjährlich entweder einen Lernentwicklungsbericht (LEB) oder einen Kinderbrief.

Lernentwicklungsberichte sind ausführliche Rückmeldungen über das Schulleben des Kindes aus der entsprechenden Zeit. Sie reflektieren detaillierter als Noten die Lernentwicklung der Kinder und sollen gleichzeitig Stärken hervorheben und motivieren.

Richtig Schreiben

Die Kinder lernen schon früh, Laute in Worten zu hören und zu erkennen, und den richtigen Buchstaben zuzuordnen. Gerade in den ersten zwei Schuljahren soll der Fokus beim Schreiben aber nicht auf der richtigen Rechtschreibung liegen, sondern darauf die Kinder zu motivieren und Spaß am Schreiben zu wecken.

Hilfsmittel wie das Anlautlineal und der Anlautrap werden im ersten Schuljahr intensiv genutzt (und durch die altersgemischten Lerngruppen somit im zweiten Schuljahr wiederholt) um Kindern einen Zugang zur schriftlichen Sprache zu ermöglichen, den sie in eigenständiger Arbeit nutzen können.

Sobald alle Buchstaben bekannt sind, kommt Richtig Schreiben auf den LLK-Plan. Hier soll der Fokus dann gezielt auf die richtige Rechtschreibung (Erwachsenenschrift) gelegt werden, wobei je nach Lernstand des Kindes andere Aspekte im Vordergrund stehen und trainiert werden können.

Das Konzept der Schule orientiert sich dabei an dem Konzept der Rechtschreibwerkstatt, indem die Rechtschreibung auf unterschiedlichen Ebenen (Lautebene, Wortebene, Satzebene) erlernt wird.

Veranstaltungen

Rituale und andere Besonderheiten

Jede Lerngruppe hat eigene Rituale und Abläufe, unterschiedliche Arten z.B. den Tag zu beginnen oder Geburtstage zu feiern. Lasst euch die Abläufe von euren Kindern erklären oder sprecht mit den Teams darüber. Die Abläufe und Gewohnheiten gut kennen kann sehr helfen, Erzähltes von den Kindern besser zuzuordnen oder auch den Kindern Impulse zu geben wann und wie sie bestimmte Dinge tun oder nicht tun sollten.

Wochenbeginn und Wochenabschluss

In einigen Lerngruppen ist es ein festes Ritual, den Wochenbeginn gemeinsam zu starten, z.B. mit einer Erzählrunde oder mit Schreiben und Malen in das eigene Wochentagebuch, wo die Erlebnisse des Wochendes dokumentiert werden können. Auch zum Wochenabschluss kann gemeinsam reflektiert werden was in der vergangenen Woche passiert ist, was die Kinder gestärkt oder geschwächt hat.

Tier des Tages

In einigen Lerngruppen wird regelmäßig ein Kind/Tier des Tages gelost (z.B. „Igel des Tages“). Die Kinder dürfen ein entsprechendes Kuscheltier mit nach Hause nehmen und dürfen am Folgetag berichten, was sie gemeinsam mit dem Kuscheltier erlebt haben. Es wird ebenfalls ein Steckbrief ausgefüllt, damit sich alle Kinder besser kennenlernen können (z.B. Lieblingsessen, etc).

Im Anschluss gibt es noch ein Quiz. Wer gut zugehört hat, kann dann Fragen zum Kind des Tages beantworten. Richtige Antworten werden auf einer Strichliste vermerkt. Alle lernen so, Mengen in Strichlisten-Notation schnell zu erfassen.

Satz der Woche / Zahl des Tages

In manchen Lerngruppen werdet ihr morgens vielleicht an der Tafel einen Satz der Woche oder vielleicht auch die Zahl des Tages sehen. Sie bilden eine Start- oder Einstiegsaufgabe für die Kinder, in der sie z.B. Rechtschreibfehler finden, oder den jeweiligen Wortarten entsprechende Montessori Wortartensymbole zuordnen sollen. Bestimmte Zahlen können gesucht werden in dem man verschiedene Rechenaufgaben bildet usw.

Jeweils abhängig von gerade behandelten Projekten sollen diese Methoden ein Einstieg sein der Lernziele aus den Bereichen Deutsch und Mathematik mit Projektinhalten verbinden kann.

Geburtsge Feiern

Jede Lerngruppe hat ihre eigenen Rituale und Abläufe um Geburtstage der Kinder zu feiern.

Einige mögliche Rituale sind

Fragt bei euren Lerngruppen nach, wie dort Geburtstage gefeiert werden. Zum Beispiel kann es in einigen Lerngruppen sein, dass Geburtstagskinder eine kleine Süßigkeit für die Mitschüler:innen mitbringen dürfen, in anderen Gruppen wird darauf verzichtet und die Kinder können stattdessen der Lerngruppe ein kleines Geschenk machen, z.B. ein Buch für die Leseecke.

(Tischgruppen-)Dienste

In den Lerngruppen gibt es verschiedene alltägliche Dienste zu verrichten. Das kann das Tischdecken oder -Abräumen zum Mittagessen sein, oder das kümmern um Getränke, Gläser oder Obst und Gemüse in den Lerngruppen.

In der Regel hat jedes Kind hat immer eine Aufgabe die zum gemeinschaftlichen Leben in der Gruppe beiträgt. Da das Angebot in den Gruppen sehr unterschiedlich sein kann, sind auch die Dienste entsprechend individuell. Die Dienste können für die ganze Gruppe geführt werden, oder für die aktuelle Tischgruppe. In regelmäßigen Abständen werden die Dienste rotiert. Fragt eure Kinder was sie gerade für Dienste haben, und wie diese verrichtet werden ;)

Moderationskinder

Der Tag in den Lerngruppen beginnt mit dem gemeinsamen Lesen des Tagesplans, der schon an der Tafel steht. Ein Moderationskind, auf Wunsch auch mit einem weiteren Kind als Unterstützung, steht dabei vorn an der Tafel und führt durch den Plan. Wenn es Fragen gibt oder Aufgaben zu verteilen gibt, kann das Moderationskind auch das übernehmen. In manchen Gruppen gibt es noch weitere Aufgaben, wie z.B. das Vorlesen eines Kalenderblattes von einem Abreißkalender.

Das Moderationskind wechselt täglich, so dass durch Rotation alle Kinder möglichst gleich häufig die Chance haben. Gerade bei den jüngeren Kindern kann noch mehr unterstützt werden, wobei auch die Kinder der Lerngruppe die größten Unterstützer:innen sind. Wenn Kinder an der Reihe gar nicht Moderationskind sein mögen, ist das auch okay und das nächste Kind rückt nach.

Lesenächte

Einige Lerngruppen veranstalten Lesenächte, z.B. als besondere Veranstaltung zum Abschied ziehender Kinder von der 1/2 in die 3/4. Dabei bringen alle Kinder Schlafzeug (z.B. Luftmatratze und Schlafsack) und ihr Lieblingsbuch mit. Abends können sie sich gegenseitig Vorlesen oder einem Teammitglied beim Vorlesen zuhören oder in ihren eigenen Büchern lesen, wie sie mögen.

Bei Lesenächten übernachten Kinder und Teams in der Schule. Entsprechend anstrengend sind solche Veranstaltungen für die Teams, weshalb sie nicht von allen Lerngruppen angeboten werden können und auch nicht in jedem Jahr.